Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie weiterhin auf der Website surfen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Cookie-Informationen.

Wirtschaft 21/05/2020
Palfinger erhöht Liquiditätsreserven maßgeblich

Herausforderndes Jahr 2020. Das Salzburger Unternehmen Palfinger verzeichnete im ersten Quartal im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode einen Umsatzrückgang um 47,7 Millionen Euro von 10,8 Prozent. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich hingegen auf 37,6 Prozent nach 35,0 Prozent zum Bilanzstichtag des Vorjahres. 


Die Palfinger AG erzielte im ersten Quartal 2020 einen Umsatz von 393,2 Millionen Euro. Im Vergleich zum Rekordquartal in der Berichtsperiode des Vorjahres entspricht dies einem Rückgang von 10,8 Prozent. Dieser ist insbesondere auf die Verringerung des Umsatzes im Forstbereich in Russland und Europa zurückzuführen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach um 17,9 Prozent auf 50,3 Millionen Euro ein und das Betriebsergebnis (Ebit) um 26,5 Prozent auf 31,4 Millionen.

„Im April befanden sich die österreichischen und auch internationale Standorte wie in Italien, Frankreich und Russland in einer teilweisen Betriebspause“, erklärte das Unternehmen in einer Aussendung. Seit Ende April wird schrittweise wieder hochgefahren.


SCHNELLE REAKTION AUF COVID-19

Palfinger reagierte ab 26. Februar 2020 mit einer Task Force ganzheitlich und schnell auf die Covid-19-Krise. Umgehend wurden die bestehenden Liquiditätsreserven durch zusätzliche Kreditlinien maßgeblich erweitert. „Wir haben alle Projekte auf den Prüfstand gestellt und ein umfassendes Liquiditätsoptimierungs- und Strukturkostensenkungsprogramm umgesetzt, um der Krise zu begegnen und die Auswirkungen abzufedern“, sagt Andreas Klauser, Vorstandsvorsitzender bei Palfinger. Rückwirkend per 23. März 2020 wurden durch das Modell der Kurzarbeit für Mitarbeiter in Österreich die Personalkosten deutlich gesenkt. So weit möglich nutzt Palfinger unterschiedliche Modelle und Förderprogramme auch für Standorte in anderen Ländern.

Damit verfügt der Konzern aktuell über ausreichend kurzfristige Kreditlinien, um potentielle zukünftige Anforderungen bedienen zu können. Die weiter verbesserte hohe Eigenkapitalquote kommt Palfinger in dieser Situation ebenfalls zu Gute. Das Unternehmen investierte in den letzten Jahren zusätzlich in seine neue globale Struktur. Die Restrukturierungen in Nordamerika und im Segment SEA wurden erfolgreich abgeschlossen und die Global Palfinger Organization implementiert.


„Wir haben ein umfassendes Liquiditätsoptimierungs- und Strukturkostensenkungsprogramm umgesetzt, um der Krise zu begegnen und die Auswirkungen abzufedern.“ Andreas Klauser, Vorstandsvorsitzender bei Palfinger


HAUPTVERSAMMLUNG IM AUGUST

Die ordentliche Hauptversammlung ist aufgrund der Verschiebung durch Covid-19 nun am 5. August 2020 angesetzt. Die Dividende will Palfinger nicht ganz streichen, wie dies zahlreiche andere börsennotierte Unternehmen tun.  Ziel ist es – vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie – eine Dividende auszuschütten, die jedoch voraussichtlich unter dem ursprünglichen Beschlussvorschlag für eine Dividendenausschüttung liegen wird.


GROSSE AUFTRÄGE

Angesichts der aktuellen Entwicklung, die sich auf der Marktseite, in der Zulieferkette und in den eigenen Werken erheblich auswirkt, erwartet Palfinger größere Nachfrage- und Produktionseinschränkungen im Halb- und Gesamtjahr 2020. Die Nutzung der Kurzarbeit wurde maximiert. Die Visibilität der Märkte ist nach wie vor stark eingeschränkt und erfordert eine laufende Neubewertung der aktuellen Situation. Eine Anpassung der Kapazitäten wurde vorgenommen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu sichern und nationale behördliche Maßnahmen umzusetzen, aber auch in Erwartung einer geringeren Marktnachfrage.


Positiv zu erwähnen ist, dass Palfinger weiterhin von aufkommenden Geschäftsmöglichkeiten wie zwei wesentlichen Aufträgen im Wert von 13,0 Millionen Euro in Indien und Thailand im April profitiert. Die indische Niederlassung liefert mehr als 600 Lkw-Krane an die Bundesregierung in Delhi – um acht Millionen Euro. Und fünf Millionen Euro umfasst ein Auftrag der Behörden in Thailand an Palfinger.

Die hochmodernen Krane für indische Regierungsbehörden sollen in den nächsten 18 Monaten auf Lkw-Plattformen montiert werden. Federführend ist die Tochterfirma der Salzburger in der Millionenstadt Chennai an der Südostküste des Subkontinents, dem früheren Madras. Es ist die Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu.


Und bei den Lieferungen nach Thailand geht es um die – dem Innenministerium in Bangkok unterstellte – Provincial Electricity Authority (PEA) und die lokalen Elektrizitätsbehörden in allen Provinzen des Landes. Im Rahmen der Ausschreibung, die zwei Partnerunternehmen von Palfinger in Thailand für sich entschieden, wird der Kranhersteller in den nächsten zehn Monaten 211 Hubarbeitsbühnen und 90 Ladekrane montieren und ausliefern. Wie der Konzern mitteilt, habe man das Engagement in Indien und im wichtigen Wachstumsmarkt Südostasien in den letzten Jahren deutlich intensiviert. Großaufträge würden dabei auch zu einer größeren Sichtbarkeit von Palfinger in der ganzen Region beitragen.


Christian Granbacher


 

DAS NEUSTE


1 Spannende Familienführung lockt auch die Kleinsten auf die Festung Hohensalzburg!
2 Punkte sammeln und Prämien sichern!
3 Die Krise beschleunigt die Digitalisierung enorm
4 Sieh, das Gute liegt so nah!
5 Wechsel an der Spitze des Raiffeisenverbandes Salzburg




MELDEN SIE SICH FÜR UNSEREN NEWSLETTER AN


ECHO in Salzburg Verlags GmbH

Telefon: +43 662 45 70 90
Fax: +43 662 45 70 90 20

Email: verwaltung@echosalzburg.at

Copyright © 2019 ECHO Salzburg. All rights reserved | AGB | Impressum

Site by: ABBA Expert