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Wirtschaft 21/09/2020
Die Regionalstadtbahn steht ganz oben auf der Liste

Stefan Schnöll. Der Salzburger Verkehrslandesrat über Mittel und Wege das Land vom Stau zu befreien. Die Beteiligung des Bundes an der Regionalstadtbahn konnte bereits gesichert werden. 


ECHO: Bezüglich des Urlauberverkehrs gab es auf der Autobahn rund um Salzburg, aber auch in den Gemeinden sehr viel Stau. Wie gut funktionierten die Abfahrtssperren, um zumindest den Verkehrsfluss in den Gemeinden aufrechterhalten zu können?

Stefan Schnöll: Der Verkehr hat in den letzten Jahren massiv zugenommen und bei Staubildung sind viele Verkehrsteilnehmer durch unsere Gemeinden gefahren und haben die Landesstraßen zu gestaut. Ich habe dafür null Verständnis. Die Situation hat sich in den letzten beiden Jahren aufgrund der Umsetzung verschiedener Maßnahmen aber verbessert und die Anrainer konnten zum Großteil von diesem Verkehr entlastet werden. Es kommt aber leider immer wieder zu Extremsituationen, zum Beispiel bei Unfällen, wo die Autofahrer Wege finden und durch unsere Ortschaften pendeln. Wir bessern hier aber ständig nach und müssen flexibel auf die Situation reagieren.


ECHO: Wie kann es in Salzburg generell gelingen, die Hoheit über die Straßen zurückzugewinnen?

Schnöll: Wir haben dieses Jahr bereits die Kontrollen durch einen privaten Sicherheitsdienst verschärft und mussten die Abfahrt Pfarrwerfen sperren, da die Autofahrer hier nicht zurückgewiesen werden können. Im nächsten Jahr führen wir eine Verkehrsleitzentrale ein, die ein effizientes Staumanagement garantieren soll. Vertreter der Asfinag, der Polizei und des Landes Salzburg sollen dann bei Unfällen oder Staus rasch reagieren und die entsprechenden Maßnahmen setzen, um den Ausweichverkehr zu verhindern.


„Im nächsten Jahr führen wir eine Verkehrsleitzentrale ein, die ein effizientes Staumanagement garantieren soll.“ Stefan Schnöll, Verkehrslandesrat Salzburg


ECHO: Sie sind Aufsichtsratsvorsitzender im Verkehrsverbund. Wie wichtig ist die Rolle des öffentlichen Verkehrs und wie kann er noch weiter attraktiver gemacht werden?

Schnöll: Der öffentliche Verkehr hat eine zentrale Rolle in unserer Verkehrspolitik. Die Öffis werden nämlich auch in der Bevölkerung mehr und mehr akzeptiert und wir möchten durch eine Attraktivierung noch mehr Personen zum Umsteigen bewegen. Mit der massiven Preisreduktion der Jahrestickets und der Einführung von Regionentickets ist schon ein erster Schritt gelungen. Jetzt sind wir gerade dabei die Struktur zu verändern sowie die Infrastruktur auszubauen, um damit vor allem eine bessere Taktung und mehr Qualität für alle Fahrgäste zu garantieren.


ECHO: Wie sehr hemmt Covid-19 die Bürgerinnen und Bürger Ihrer Erfahrung nach, den öffentlichen Verkehr zu nutzen?

Schnöll: Am Anfang hat man an den Zahlen gespürt, dass es Bedenken gab die Öffis zu nutzen. Wir merken jetzt aber und haben vor allem mit verschiedenen Maßnahmen und einer Kampagne dazu beigetragen, dass die Fahrgastzahlen wieder fast das Normalmaß erreicht haben und der öffentliche Verkehr nun wieder gut angenommen wird. Es gibt jedoch leider immer wieder Probleme mit Fahrgästen, die sich weigern einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das Bus- und Bahnpersonal leistet in dieser Zeit einen großartigen Job und versucht präventiv darauf aufmerksam zu machen.


„Es gibt leider immer wieder Probleme mit Fahrgästen, die sich weigern einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.“Stefan Schnöll, Verkehrslandesrat Salzburg


ECHO: Welche Maßnahmen gibt es noch, um die Bürgerinnen und Bürger vom hohen Verkehrsaufkommen zu befreien?

Schnöll: Wir arbeiten weiter hart an unseren Projekten, um die staugeplagten Salzburgerinnen und Salzburger vom Verkehr zu entlasten. Neben der Strukturreform sind es vor allem die großen Infrastrukturprojekte, die dabei helfen sollen. Die Regionalstadtbahn steht dabei ganz oben auf der Liste. Mit der Zusage des Bundes, dass es bis Ende des Jahres eine konkrete Finanzierungsvereinbarung für die Verlängerung der Bestandsstrecke geben soll, sind wir so weit wie nie zuvor. Es geht jetzt nur mehr um die Details und das Wie und nicht mehr darum, ob der Bund mitzahlt, denn die Beteiligung steht fest.


Interview: Christian Granbacher


 

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