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Politik 28/12/2020
Kauflust heben, Projekte starten!

Herausforderungen bewältigen. Die Corona-Pandemie hat nicht nur einen unerwünschten Einfluss auf unser gesellschaftliches Leben, sondern zeigt auch zum Teil sehr deutliche negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. Jetzt braucht es Investitionen, Optimismus sowie zukunftsorientiertes Denken und Handeln, um die Konjunktur wieder ins Laufen zu bringen. ECHO sprach darüber mit dem Präsidenten der Industriellenvereinigung Dr. Peter Unterkofler.


ECHO: Die Corona-Pandemie ist auch an den Salzburger Industriebetrieben nicht spurlos vorüber gegangen. Welche Maßnahmen braucht es jetzt, um die Talfahrt zu stoppen und wieder auf Wachstumskurs zu kommen?

Dr. Unterkofler: „Die Corona-Krise hat eine massive Delle in die Konjunktur geschlagen. Um aus dieser Krise rasch herauszukommen, müssen wir jetzt die Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stärken. Die Industrie ist der am zweitstärkste betroffene Wirtschaftssektor, auch hat es uns im Westen stärker getroffen. Deshalb braucht es jetzt auf die einzelnen Regionen zugeschnittene, passgenaue Maßnahmen. Für die westlichen Bundesländer wäre der Abbau von administrativen Belastungen und die Förderung von Innovationen hilfreich.


ECHO: Es ist eine gewisse Enthaltung im Konsum und bei Investitionen spürbar. Wie soll dieser Zurückhaltung entgegengewirkt werden?

Dr. Unterkofler: „Die Wirtschaft hängt stark von der Stimmung ab. Jetzt gilt es, die Kauflust wieder zu heben. Basis dafür sind gezielte Investitionsanreize mit denen weitere Impulse für den Aufschwung gesetzt werden können – die von der IV vorgeschlagene Investitionsprämie ist ein Anfang. Maßnahmen müssen zur richtig Zeit und zielgerichtet kommen. Es macht wenig Sinn, wenn Land und Bund ihr Pulver auf einmal verschießen. Damit ist uns langfristig nicht geholfen. Das Ziel aller Unterstützungsmaßnahmen muss sein: Investitionen fördern und die vielzitierte Resilienz erhöhen, denn diese Krise wird nicht die letzte gewesen sein.“


ECHO: Es braucht aber sicherlich noch mehr als die Steigerung der Kauflust des Einzelnen, um wieder Fahrt aufzunehmen. Welche Rolle kommt dabei der öffentlichen Hand zu?

Dr. Unterkofler: „Für die kommenden Jahre sind vielmehr industrie- und innovationspolitische Projekte, die Salzburg nach vorne bringen, notwendig. Vor allem bei großen Infrastrukturprojekten sind oft Land und Gemeinden die größten Investoren. Da jetzt auf der Bremse zu stehen und zu blockieren wäre falsch und unverständlich. Es muss ein klares Bekenntnis zu standortrelevanten Investitionen geben.“


ECHO: Gibt es dafür schon ein Beispiel?

Dr. Unterkofler: „Ja, das gibt es. Die geplante Großinvestition von rund 262 Millionen Euro in die Modernisierung der Festspielhäuser ist ein wichtiges Signal nicht nur für den Kultur-, sondern vor allem für den Wirtschaftsstandort Salzburg. Schon mit der erfolgreichen Durchführung der Salzburger Festspiele habe Salzburg die notwendigen Impulse für den gesamten Standort gesetzt und gezeigt, was mit Mut und Zuversicht möglich ist. Die nun angekündigten Investitionsvorhaben sind die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit. Davon profitiert ganz Salzburg. Denn die Investitionen in die Sanierung der Salzburger Festspielhäuser wirkt weit über die Grenzen des Landes hinaus. Die geplanten Maßnahmen stimulieren langfristig nachhaltiges Wachstum und sichern und schaffen Arbeitsplätze. Das ist ein starkes Zeichen für einen starken Standort nach der Krise.“


ECHO: Was wünschen Sie sich von der Politik für das kommende Jahr?

Dr. Unterkofler: „Die Salzburger Industrie bekennt sich zum Schutz unserer Gesundheit als oberste Priorität und unterstützt die nun wieder notwendig gewordenen, verschärften Maßnahmen. Zusätzlich zu allen medizinischen Anstrengungen dürfen wir jedoch nicht vergessen, den wirtschaftlichen Schaden für unsere Gesellschaft möglichst gering zu halten, indem wir alles unternehmen, um Arbeitsplätze zu sichern und die produzierende Industrie am Laufen zu halten! Wir Unternehmer achten penibel auf Hygienevorschriften und Sicherheitsstandards, da ist es unverständlich Betriebs- und Produktionsstätten stillzulegen. Und die Statistik bestätigt, dass das Arbeitsleben nur selten Ort der Ansteckung ist. Grenzüberschreitende Lieferketten müssen möglich sein, Mitarbeiter dürfen nicht von den Produktionsstandorten ausgesperrt werden, denn nur mit aufrechter Produktion und funktionierendem Warenverkehr können wir die Arbeitsplätze in unserem Land sichern. Die Regierung muss nun weiter wirtschaftspolitisch massiv gegensteuern und effizient und unbürokratisch unterstützen. Schnellere Testergebnisse, kürzere Quarantänezeiten, wo möglich, und eine klare Krisenkommunikation sind notwendig. Gemeinsam steht uns noch viel bevor. Halten wir den Betrieb am Laufen!“


ECHO: Danke für das Gespräch!

 

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