Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie weiterhin auf der Website surfen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Cookie-Informationen.

Auto 04/09/2019
Was hinter dem Wasserstoffantrieb steckt
Blick nach vorne. Das Tanken mit Wasserstoff erfolgt schon beinahe so schnell
wie bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Interessant ist die alternative Antriebsformv auch für den öffentlichen Verkehr. 


Wenn es um Antriebsformen für Fahrzeuge geht, kommt immer häufiger die Brennstoffzelle als Energiewandler ins Spiel. Dabei kann der verwendete Wasserstoff in wenigen Minuten nachgetankt und tankabhängig Reichweiten von mehreren hundert Kilometern erzielen. „Der Wasserstoff wird in der Mobilität der Zukunft eine große Rolle spielen“, ist Experte Franz Schweighofer, Gründer und Inhaber der NET – Neue Energie Technik GmbH aus Salzburg überzeugt. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Entwicklung, Fertigung und Installation von autarken Energieversorgungssystemen aus den unterschiedlichsten erneuerbaren Energiequellen. „Der getankte Wasserstoff reagiert in der Brennstoffzelle mit dem Sauerstoff der Luft und erzeugt damit Strom. Das Wasserstoff-Auto wird somit eigentlich mit Strom angetrieben und ist genau genommen ein E-Auto“, erklärt Schweighofer. Der wahrscheinlich größte und umweltfreundlichste Vorteil des Wasserstoff-Antriebs ist, dass als „Abgas“ nur Wasserdampf entsteht. 


DAS WASSERSTOFF-TANKSTELLEN-NETZ FEHLT 

Eingebremst wird die neue Technologie durch fehlende Infrastruktur. Wie im Artikel „Wasserstoff gehört die Zukunft“ auf den Seiten 82 und 83 in diesem ECHO beschrieben, existieren in Österreich magere fünf öffentliche Wasserstofftankstellen. Zwei finden sich in Wien, je eine in Graz, Innsbruck und Asten bei Linz. „Es liegt an der Politik, Entwicklungen zu beschleunigen. Bei den alternativen Antrieben liegen die Vorteile wirklich auf der Hand und es muss die erforderliche Infrastruktur geschaffen werden. Wir können die besten Autos haben, aber wenn man nicht die richtigen Tankstellen hat, wird sich niemand ein Wasserstoff-Auto kaufen“, sagt Landesrat Stefan Schnöll dazu. Franz Schweighofer betont jedenfalls, es wäre einfach, seine private Wasserstoff-Tankstelle zu verwirklichen. Und zwar durch einen ganzheitlichen Ansatz. Photovoltaik-Anlagen machen es möglich, mit Strom aus Sonnenenergie Wasserstoff zu erzeugen. Daran „angehängt“ werden können auch Wasserstoff-Tankstellen. Das ideale Speichermedium für überschüssige regenerative Energien wie Solar und Wind ist nämlich Wasserstoff. Bekommt man diese Energieträger kostengünstig oder gar umsonst, senkt es die Herstellungskosten für den Wasserstoff erheblich. Wasserstoff ist demnach das perfekte Speichermedium und lässt sich durch umgekehrte Elektrolyse jederzeit gut rückverstromen. 


HUYUNDAI ÜBERNIMMT VORREITERROLLE

Hyundai bringt mit dem Nexo nun schon die zweite Generation seines serienmäßig hergestellten Wasserstoff-Fahrzeugs auf den europäischen Markt. Während der erste Wasserstoff-Hyundai auf dem bekannten SUV iX35 basierte, baut der Nexo auf eine neue eigenständige Plattform auf. Er ist geringfügig größer, seine Spitzenleistung beträgt 120 Kilowatt (163 PS) und ist damit um 20 Kilowatt höher als beim Vorgänger. Der koreanische Konzern, der schon seit den 1970er Jahren in Sachen Wasserstoff-Antrieb forscht, gehört zu den Vorreitern dieser Technologie in der Automobilbranche. 


ZILLERTALBAHN ALS VORBILD 

Und auch im öffentlichen Verkehr bahnt sich der Wasserstoff seinen Weg. Die Zillertalbahn verbindet auf einer 32 Kilometer langen Schmalspurstrecke die beiden Tiroler Gemeinden Jenbach und Mayrhofen. Jährlich transportiert sie 2,5 Millionen Fahrgäste. Ab 2022 wird die Zillertalbahn die erste Schmalspurbahn der Welt sein, die mit Energie aus Wasserstoff angetrieben wird. Damit kann sie 800.000 Liter Diesel pro Jahr einsparen und fährt künftig völlig CO2-frei durch das Tal. Davon profitiert der ganze Lebensraum Zillertal. Um den grünen Wasserstoff zu produzieren, braucht man Wasser und Strom aus erneuerbaren Energien. Beides ist im Zillertal reichlich vorhanden – unter anderem dank zahlreicher Wasserkraftwerke und Speicherseen. Wie Landesrat Stefan Schnöll betonte, ist eine solche Lösung zukünftig auch für die Mattigtalbahn im Bundesland Salzburg denkbar.


Christian Granbacher



 

DAS NEUSTE


1 30 Jahre Hausbetreuung Bauchinger
2 Kauflust heben, Projekte starten!
3 UKO Group weiter auf Expansionskurs!
4 Damit Österreich nicht die Schifahrer ausgehen
5 Wir müssen über den Winter kommen




MELDEN SIE SICH FÜR UNSEREN NEWSLETTER AN


ECHO in Salzburg Verlags GmbH

Telefon: +43 662 45 70 90
Fax: +43 662 45 70 90 20

Email: verwaltung@echosalzburg.at

Copyright © 2019 ECHO Salzburg. All rights reserved | AGB | Impressum

Site by: ABBA Expert