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Politik 01/10/2019
„Wähler dürfen nichts dem Zufall überlassen“
Interview. ÖVP-Bundesparteiobmann Sebastian Kurz sprach mit ECHO über den rauen Wahlkampf, seine Zukunftsthemen für Österreich und die Gefahren einer rot-blauen Koalition gegen die Volkspartei.  


ECHO: Der Ton im Wahlkampf wird immer rauer, das Credo ist derzeit „Alle gegen Kurz“. Warum ist das so?

Sebastian Kurz: Ich glaube, wenn man in der Politik und im Land wirklich etwas verändern möchte, löst man damit eine gewisse Reibung aus und das kann auch zu hitzigen Debatten führen. Was aber derzeit passiert, ist nicht gut für die Demokratie. Politik sollte ein Wettbewerb der besten Ideen und nicht der dreckigsten Schmutzkübel sein.

ECHO: Sie meinen die gefälschten E-Mails und dubiosen Fake-Seiten, die über Sie verbreitet wurden. Das passiert ja nicht zum ersten Mal.

Kurz: Leider haben mein Team und ich schon Vieles erlebt, das nicht sauber war. Es wurden Menschen aus meinem Umfeld ausspioniert, Unwahrheiten auf dubiosen Internetseiten verbreitet und vieles mehr. Ich hoffe auf einen fairen Wahlkampf.

ECHO: Kommen wir zu den Themen: Mit welchen Zukunftsthemen wollen Sie die Bevölkerung erneut von Ihrem Weg überzeugen?

Kurz: Mein Ziel ist es, unseren erfolgreichen Kurs fortzusetzen. Den Kampf gegen die illegale Migration, das Senken der Steuerbelastung und vor allem das Ende der Schuldenpolitik. Darüber hinaus gibt es natürlich Zukunftsthemen denen wir uns widmen müssen.

ECHO: Die wären?  

Kurz: Es geht uns um Arbeit, von der die Menschen in Österreich leben können. Wir wollen die österreichische Identität bewahren und verteidigen. Und mit dem bereits präsentierten Pflegekonzept wollen wir Menschen ein Altern in Würde ermöglichen. Umwelt- und Klimaschutz zählen ebenso zu den großen Herausforderungen wie die Zukunft der Europäischen Union, für die wir als Volkspartei ein neues Fundament und echte Veränderung fordern. 

ECHO: Sie haben gemeinsam mit Elisabeth Köstinger ihr Klimakonzept präsentiert und angekündigt, den Klimaschutz zur „Chefsache“ machen zu wollen. Was sind ihre konkreten Pläne?


Kurz: Nachhaltigkeit ist keine Frage des Entweder – Oder, sondern des Einklangs aus Wirtschaft und Umweltschutz. Wir wollen bis 2030 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Ressourcen erzeugen und innovative Lösungen gegen den CO2-Ausstoß im Verkehrs- und Gebäudebereich. Auch ein besseres Bewusstsein für den Klimaschutz bei den Bürgerinnen und Bürgern ist wichtig.

ECHO: Auch beim Thema Pflege haben Sie bereits ein umfassendes Konzept präsentiert. Wie wollen Sie die Pflegefrage lösen?


Kurz: Unser Ziel ist, dass für alle Menschen in Österreich ein Altern in Würde möglich ist. Durch bessere Ausbildungsmöglichkeiten für Pflegekräfte, eine Pflege daheim-Garantie, einem One-Stop-Shop und weniger Bürokratie. Über eine Million Angehörige sind in Österreich im Bereich der Pflege tätig – sie brauchen unsere volle Unterstützung. Ich habe auch persönlich miterlebt, welche Umstellung das für die ganze Familie bedeutet, als meine Oma pflegebedürftig wurde.

 

ECHO: Wie planen sie die künftige Finanzierung dieser Vorhaben?


Kurz: Wir möchten, dass das Lebensrisiko Pflege von der Sozialversicherung abgedeckt wird. Es soll genauso anerkannt werden wie eine Krankheit, die Pension, Arbeitslosigkeit oder ein Unfall. Denn niemand kann etwas dafür, wenn er pflegebedürftig wird.


ECHO: Um das realisieren zu können, müssen Sie bei der Wahl gestärkt werden. Welche Koalition wird möglich sein?

Kurz: In einer Demokratie entscheidet zuerst das Volk, danach gibt es Verhandlungen. Nur eines ist klar: Wenn die Wählerinnen und Wähler den Weg der Veränderung weiterhin wollen, dann dürfen Sie am 29.9. nichts dem Zufall überlassen.

ECHO: Halten Sie eine Rot-Blaue Koalition nach der Wahl für möglich?

Kurz: Das ist jedenfalls realistisch. SPÖ und FPÖ verfolgen das Ziel, die Volkspartei zu bekämpfen. Sie haben unsere erfolgreiche Politik nach dem Ibiza–Video im Parlament niedergestimmt. Wenn es sich ausgeht, werden diese beiden Parteien also auch nach der Wahl eine Koalition gegen die Volkspartei eingehen.

ECHO: Ihr persönlicher Wahlaufruf … 

Kurz: Ich hoffe, dass die Wählerinnen und Wähler nichts dem Zufall überlassen und unseren Kurs – unseren Weg der Veränderung – unterstützen. Es wird auf jede einzelne Stimme ankommen.


 

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