Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie weiterhin auf der Website surfen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Cookie-Informationen.

Wirtschaft 23/09/2019
Mit Weitblick Richtung Zukunft
Leikermoser. Mit einem Tankstellen-Netzwerk und Heizölhandel etabliert sich das Familienunternehmen aus Anif seit Jahrzehnten am Markt. Senior-Chef Franz Leikermoser und sein Sohn Markus Leikermoser – ebenfalls Geschäftsführer – im ECHO-Interview.


ECHO: Welche Vorteile zieht die Leikermoser-Gruppe daraus, ein Familienbetrieb zu sein? 

Markus Leikermoser: In unserer Branche ist der größte Vorteil – verglichen mit einem Konzern – flexibel und vor allem sehr schnell entscheiden zu können.

Franz Leikermoser: Zudem sind wir keinen Aktionären verpflichtet. Unternehmen die von Managern gesteuert werden, sind klarerweise auf eine maximale Rendite ausgerichtet. Wir als Familienbetrieb denken aber ständig an die mittel- und langfristige Entwicklung des Unternehmens.


ECHO: Sie haben in jüngster Zeit sehr viel in die Modernisierung Ihres Tankstellen-Netzwerks investiert. Ein Kurs den Sie weiterverfolgen werden?

Markus Leikermoser: Wir erreichten im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019, Anm. d. Red.) eine Rekordsumme, was unsere Investitionen betrifft. Wir haben die Betriebe so aufgestellt, dass wir positiv in die Zukunft schreiten können. Es handelte sich um ein Ausnahmejahr, wobei wir uns weiterhin am wirtschaftlichen Umfeld orientieren und auch weiterhin investieren werden. Es geht uns darum, die Betriebe in Schuss zu halten und gesund zu wachsen. 


ECHO: Wie gut laufen die modernen CarWash Factorys in Wals, Anif und St. Johann im Pongau?

Markus Leikermoser: Sie haben sich sehr gut etabliert. Man muss aber schon sagen: es braucht die Synergien aus Tankstelle, Shop und Waschanlage. Ein Standbein alleine wäre nicht überlebensfähig. Wir haben aus diesen drei Bereichen einen Organismus geschaffen, mit dem man ordentlich wirtschaften kann. Wir bieten auch konventionelle Waschanlagen und die CarWash Factorys sind die Premium-Version des Waschgeschäftes. Klar können wir den Kunden so einen Mehrwert bieten.

Franz Leikermoser: Das Konzept der CarWash Factorys ist nicht von heute auf morgen entstanden. Dabei handelt es sich um ein Langzeitprojekt. Wir haben uns sehr viele Beispiele angesehen und Markus Leikermoser ist mit seinen Konzepten hier sicher federführend. Erstens braucht es eine Toplage um bei den Waschstraßen eine hohe Frequenz zu erreichen und zum zweiten benötigt man sehr große Grundstücksflächen. Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten geschickt angestellt und immer wieder Grundstücksteile hinzugekauft, damit wir den nötigen Platz für derartige Projekte schaffen konnten.


ECHO: Ihre Tankstellten-Shops fallen auch durch eine Enoteca auf.

Markus Leikermoser: Vor mehreren Jahren sind mein Vater und ich zusammengesessen und haben uns überlegt, wie wir uns weiterentwickeln können. Wir sind sehr viel rausgefahren und haben den Markt beobachtet. Der Lebensmittelhandel hat ja schon länger bei den Tankstellen Einzug gefunden. Wir wollten einfach noch eins draufsetzen. Das Thema Enoteca hat gut für uns gepasst. Wenn man am Abend eine Einladung hat, holt man unterwegs eben noch eine gute Flasche Wein. Das passt gut zu unserem Sortiment. Wir haben hochwertigsten Kaffee und Premium-Frischprodukte. Wo möglich setzen wir auch auf das Thema Bio. Und wir bieten frisch gepresste Orangensäfte. Auf diese Weise wollen wir uns am Markt etwas abheben.


ECHO: Wie wichtig sind die Mitarbeiter für Ihr Unternehmen?

Markus Leikermoser: Ohne das richtige Team funktioniert gar nichts. Mein Vater und ich sind Geschäftsführer, aber umsetzen müssen es die Leute vor Ort. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das größte Kapital das wir haben. Gerade in einem Umfeld, in dem es sehr schwierig ist zusätzliches Personal zu finden, ist es wichtig, sich um seine bestehenden Mitarbeiter zu kümmern. Wir wollen ihnen vermitteln, dass uns gute Leistungen gemeinsam vorwärtsbringen.


ECHO: Wie kann es gelingen zusätzliche Mitarbeiter zu finden?

Markus Leikermoser: In erster Linie wollen wir ein attraktiver Arbeitgeber sein. Die mündliche Weiterempfehlung ist noch immer sehr wichtig. Neben klassischen Formen des Inserats suchen wir aber auch Leute über Social Media-Plattformen oder mit Hilfe von modern gestalteten Videos.


ECHO: Ihre Tankstellenmarke LMEnergy ist in ganz Westösterreich sehr bekannt.

Franz Leikermoser: Das stimmt. Dennoch bauen wir auf eine Zweimarkenstrategie und positionieren uns an einigen Standorten auch mit der Weltmarke BP. Wir sehen, dass mehr und mehr Kunden sehr markenbewusst sind. Wir sind ein Fremdenverkehrsland und unsere Gäste aus dem Ausland tanken eben gerne bei Marken die sie kennen. Zudem gehen die großen Automobilhersteller bei den Hochleistungsmotoren in einen Premiumbereich, der nach besonderen Treibstoffen verlangt. Bei diesen Premiumprodukten haben wir die stärksten Zuwachsraten.


ECHO: Zusätzlich zum Tankstellennetz betreiben Sie erfolgreich Handel mit Heizöl.

Franz Leikermoser: Wir sind einer der größten Heizölversorger in Stadt und Land Salzburg. Wir sind mit unseren 18 Tankfahrzeugen auch in Tirol unterwegs und verfügen auch über ein eigenes AdBlue Tankfahrzeug. Wir sind also auch beim Heizölgeschäft federführend und haben uns gemeinsam mit den Tankstellen in der Region einen guten Namen aufgebaut.


ECHO: Welche Zukunftsstrategien verfolgt Ihr Unternehmen?

Franz Leikermoser: Wir denken täglich über die Ausrichtung unserer Gruppe nach. Und natürlich beschäftigen uns auch die Klimaziele sowie die gesamte CO2-Thematik. Ich gehe davon aus, dass sich der Markt in den nächsten Jahren stark verändern wird. Das Thema Erneuerbare Energie wird immer wichtiger, weshalb wir uns an der Planung eines Wasserkraftwerks in Schneizelreuth beteiligt haben. Wir sind drei Gesellschafter und planen ein großes Flusskraftwerk, das 13.000 bis 15.000 Haushalte zu je drei Personen versorgen wird. Die gesamte Thematik wird für uns alle noch eine große Herausforderung werden.


Interview: Christian Granbacher  

 

DAS NEUSTE


1 30 Jahre Hausbetreuung Bauchinger
2 Kauflust heben, Projekte starten!
3 UKO Group weiter auf Expansionskurs!
4 Damit Österreich nicht die Schifahrer ausgehen
5 Wir müssen über den Winter kommen




MELDEN SIE SICH FÜR UNSEREN NEWSLETTER AN


ECHO in Salzburg Verlags GmbH

Telefon: +43 662 45 70 90
Fax: +43 662 45 70 90 20

Email: verwaltung@echosalzburg.at

Copyright © 2019 ECHO Salzburg. All rights reserved | AGB | Impressum

Site by: ABBA Expert