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Politik 29/12/2019
Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt

Daniela Gutschi. Die ÖVP-Sozialsprecherin und Klubobfrau in Salzburg erklärt wie das Pflegesystem zukünftig abgesichert werden kann und wie das Maßnahmepaket der Pflegeplattform Schritt für Schritt umgesetzt wird.


Pflege und Betreuung sind ein wichtiger Schwerpunkt in der Arbeit der ÖVP-geführten Landesregierung. ÖVP-Sozialsprecherin Klubobfrau Daniela Gutschi erläutert im Gespräch, welche Maßnahmen zur Absicherung des Pflegesystems geplant sind:


Warum wurde die Pflegeplattform ins Leben gerufen?

Die Gesellschaft wird – Gott sei Dank- immer älter, daher steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Wollen wir das derzeitige, sehr gute System auch künftig erhalten, müssen wir daher jetzt wirksame Maßnahmen setzen. Dazu hat Landeshauptmann Wilfried Haslauer die Pflegepattform gegründet, in der über 100 Expertinnen und Experten ein Bündel an Maßnahmen erarbeitet haben, die jetzt Schritt für Schritt umgesetzt werden. Wir nehmen die Herausforderungen der Zukunft also aktiv an und setzen wirksame Maßnahmen.


Was sind die zentralen Ergebnisse der Pflegeplattform?

In 10 Arbeitsgruppen wurden fast 1 Jahr lang alle Aspekte im Zusammenhang mit Pflege und Betreuung im Detail diskutiert und Handlungsfelder erarbeitet. Zusammengefasst kann man sagen, dass wir uns drei große Schwerpunkte gesetzt haben: das Themenfeld Ausbildung von Pflegekräften, den Bereich Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Pflegemitarbeiterinnen und Pflegemitarbeiter sowie das ganz wichtige Thema Entlastung für Pflegende Angehörige.


Welche konkreten Maßnahmen wurden beschlossen?

Erste wichtige Schritte wurden bereits umgesetzt, wenn ich etwa an die Erhöhung von Ausbildungsplätzen denke. Eine Fülle von weiteren Maßnahmen wird folgen. Diese reichen beispielsweise vom Start einer Imagekampagne für Pflegeberufe über den Ausgleich der derzeitigen Gehaltsunterschiede zwischen mobilen und stationären Einrichtungen bis hin zum weiteren Ausbau des Unterstützungsangebots für pflegende Angehörige und dem weiteren Ausbau der mobilen Pflege und Betreuung.


Wie ist der konkrete Zeitplan?

In den Arbeitsgruppen wurde neben den Inhalten auch festgelegt, welche Priorität die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen hat. Daran werden wir uns bei der Realisierung der Vorhaben natürlich orientieren, wobei erste Sofortmaßnahmen bereits gesetzt wurden. So wurde etwa bereits im Dezember 2019 eine österreichweit beachtete Imagekampagne gestartet. Damit wollen wir stärker ins Bewusstsein rücken, dass ein Arbeitsplatz im Bereich der Pflege und Betreuung eine ausgesprochen interessante, erfüllende und abwechslungsreiche Tätigkeit direkt am Mensch ist. Noch dazu mit 100%iger Jobgarantie.


Sie haben vorhin Pflegende Angehörige angesprochen, welche Rolle spielen sie in der Thematik?

Eine ganz zentrale! Ohne deren ehrenamtliche und im wahrsten Sinn unbezahlbare Arbeit würde unser System völlig kollabieren. Der überwiegende Teil der Menschen, die Pflege und Betreuung brauchen, werden zuhause von ihren Angehörigen betreut. Das entspricht auch dem Wunsch des überwiegenden Teils der Pflegebedürftigen. Die Angehörigen müssen wir in ihrer Tätigkeit bestmöglich unterstützen und Angebote zur ´Auszeit von der Pflege´ weiter massiv ausbauen, wie etwa die Tageszentren oder die mobilen Dienste.


Was wird das Pflegepaket kosten?

Zusätzlich zu den ´regulären´ Mitteln im Gesundheits- und Sozialressort werden in den nächsten Jahren ca. 74 Millionen Euro in die Hand genommen, um die erarbeiteten Maßnahmen der Pflegeplattform umzusetzen. Ein budgetärer Kraftakt, aber eine unbedingte Notwendigkeit, die auch von Finanzreferent LH-Stv. Christian Stöckl absolut unterstützt wird. So haben wir ganz konkret im Landesbudget für das Jahr 2020 zusätzlich zu den Mitteln im Sozial- und Gesundheitsbereich 10 Millionen Euro für die Umsetzung von vereinbarten Maßnahmen der Pflegeplattform vorgesehen. Auch in den nächsten Jahren wird sich dieser wichtige Bereich auch finanziell im Budget spürbar niederschlagen. Insgesamt brauchen wir  hier aber auch die Mitwirkung aller Partner, allen voran der Gemeinden, aber auch den Bund.  Allen ist bewusst, wie wichtig das Thema Pflege und Betreuung ist, alle ziehen hier an einem Strang.


Wir danken für das Gespräch.


Näheres zum Thema unter: www.oevp-sbg.at/pflege


 

DAS NEUSTE


1 Überraschende Wende im Ökombi-Verfahren
2 Von leuchtenden Lohberger-Küchen
3 Frauen (stehen immer) im Zentrum
4 Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt
5 TGAGEN. FEIERN. VERANSTALTEN




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