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Politik 02/03/2021
„Wir setzen alles daran, die Krise zu bewältigen“

Daniela Rosenegger im Interview. Die neue Landtagsabgeordnete der ÖVP ist Bereichssprecherin für Soziales, Familien und Kinderbetreuung. Themen, welche der Vizebürgermeisterin aus Hof seit Beginn ihres politischen und gesellschaftlichen Engagements am Herzen liegen. 


Der Wechsel von Daniela Gutschi in die Landesregierung führt auch zu personellen Änderungen im ÖVP-Landtagsklub. Zum neuen Klubobmann wurde Wolfgang Mayer gewählt, auf das frei gewordene Landtagsmandat rückte die Flachgauerin Daniela Rosenegger nach. Sie wurde am 3. Februar 2021 als Landtagsabgeordnete angelobt. ECHO stellt die neue ÖVP-Landtagsabgeordnete vor und sprach mit ihr über Ziele und Schwerpunkte ihrer künftigen politischen Arbeit.


ECHO: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Angelobung als Landtagsabgeordnete. Der Schritt kam wahrscheinlich doch etwas überraschend. Haben Sie lange überlegt, das frei gewordene Mandat anzunehmen?

Daniela Rosenegger: In der Politik ergeben sich personelle Änderungen oft sehr schnell. Daher war ich natürlich überrascht, als ich von Landesparteiobmann LH Wilfried Haslauer gefragt wurde, ob ich das frei gewordene Landtagsmandat annehmen will. Ich habe mich aber in Absprache mit meiner Familie und meinem Arbeitgeber rasch entschieden, diese Chance wahrzunehmen. Mitgestalten und etwas bewegen zu können, ist mir seit Jahren ein großes Anliegen. Bisher konnte ich das in der Gemeindepolitik tun. Es freut mich sehr, dass ich das jetzt auch auf landespolitischer Ebene machen kann.


ECHO: Welche Schwerpunkte werden Sie in ihrer Landtagsarbeit setzen?

Rosenegger: Im ÖVP-Landtagsklub darf ich die Themenbereiche Soziales, Familien und Kinderbetreuung als Bereichssprecherin inhaltlich betreuen. Diese Themenschwerpunkte beschäftigen mich seit Beginn meines politischen und gesellschaftlichen Engagements. Als Mutter zweier mittlerweile erwachsener Kinder weiß ich um die Anliegen und Herausforderungen in der Familienpolitik und der Kinderbetreuung. Genau genommen war es mein Engagement als Mutter im Elternbeirat meiner Kinder, das vor Jahren mein Interesse an der Politik und am Einsatz für die Gesellschaft geweckt hat. Jetzt kann ich sowohl diese Erfahrungen als auch neue Ideen und Vorstellungen dazu in die Landespolitik einbringen. Darauf freue ich mich sehr.

ECHO: Sie werden im ÖVP-Klub auch für den Sozialbereich zuständig sein, welche Initiativen sind in diesem Bereich von Ihnen zu erwarten?


Rosenegger: Wir sind in Österreich und Salzburg in der glücklichen Lage, über ein ausgezeichnetes und dichtes Sozialnetz zu verfügen. Es ist mir wichtig, dass wir niemanden, der Hilfe und Unterstützung braucht und der unverschuldet in eine Notlage gerät, zurücklassen. Sei es im betagten Alter, im Fall einer Behinderung, bei Krankheit, durch Jobverlust und ähnliches. Wie wertvoll ein solches Sicherheitsnetz ist, zeigt sich gerade jetzt in der Pandemie, die viele Menschen vor große Herausforderungen stellt. Dieses System zu erhalten, aber auch immer wieder Schritte und Adaptierungen vorzunehmen, um es auch für die Zukunft abzusichern und finanzieren zu können, sehe ich als die zentralste Aufgabe der Sozialpolitik.


„Es ist mir wichtig, dass wir niemanden, der Hilfe und Unterstützung braucht und der unverschuldet in eine Notlage gerät, zurücklassen.“ Daniela Rosenegger, Landtagsabgeordnete der ÖVP


ECHO: Wie sehr werden Sie Ihre Erfahrung als Vizebürgermeisterin von Hof in das Amt einbringen können?

Rosenegger: Es ist für die Tätigkeit als Landtagsabgeordnete natürlich sehr hilfreich, wenn man bereits Erfahrung in der Politik, in meinem Fall in der Kommunalpolitik, sammeln konnte. Man lernt und kennt damit nicht nur die Abläufe in der politischen Arbeit, sondern kann auch bereits auf viele Kontakte mit maßgeblichen politischen Entscheidungsträgern zurückgreifen. Auch inhaltlich habe ich mich als Vizebürgermeisterin in Hof bereits schwerpunktmäßig mit dem Sozialbereich beschäftigt. Auch das wird mir bei meiner Tätigkeit im Landtag sehr helfen.


ECHO: Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit auf Landesebene zwischen der ÖVP und den Grünen und welche Dinge würden Sie anders machen, als der derzeitige Soziallandesrat Heinrich Schellhorn?

Rosenegger: Ich denke, dass die Zusammenarbeit in der Koalition, also mit unseren Partnern von Grünen und NEOS sehr gut funktioniert und dass man sehr partnerschaftlich agiert. Man ist bemüht, gemeinsam für Salzburg etwas weiterzubringen, auch wenn man in einzelnen Sachfragen vielleicht einmal unterschiedliche Vorstellungen hat. Natürlich habe ich auch meine Ideen und Anregungen zur Sozialpolitik. Ich ersuche aber um Verständnis, dass ich mich hier zuerst mit den Koalitionspartnern und allen voran mit dem Soziallandesrat austauschen möchte, bevor ich hier über die Medien etwas ausrichten werde.


ECHO: Denken Sie, sozial Schwächere und Familien finden in der aktuellen Krise ausreichend Unterstützung durch die Politik?

Rosenegger: Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns aktuell in der größten Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg befinden und vieles, was mit einer Pandemie in diesem Ausmaß einhergeht, für die Entscheidungsträger absolutes Neuland ist. Wir hatten für eine solche Situation keine ´Blaupause´. Aber wir setzen alles daran, auch beispielsweise mit milliardenschweren Hilfspaketen der öffentlichen Hand, dass wir alle – vor allem aber die sozial Schwächeren – diese Krise bewältigen. Gemeinsam werden wir das schaffen und zu unserer alten Stärke zurückfinden, auf die Salzburg zu Recht stolz sein kann.


ECHO: Danke für das Gespräch.


Interview: Christian Granbacher

 

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