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Wirtschaft 02/05/2021
Rehrl + Partner Personalberatung: Wenn Jobsuchende und Recruiter die gleiche Sprache sprechen

Auf Augenhöhe. Die Spezialisten der Personalberatung Rehrl + Partner kommen aus der Wirtschaft und vermitteln die Kräfte von morgen für die Wirtschaft. Inhaber und Geschäftsführer Wolfgang Rehrl im Interview.


ECHO: Was macht erfolgreiches Recruiting Ihrer Meinung nach aus?

Wolfgang Rehrl: Der US-amerikanische Ökonom österreichischer Herkunft Peter Drucker gilt als Pionierdenker modernen Managements. Er sagte bereits 1963: „Es geht nicht nur darum, dass man die richtigen Dinge tut, sondern man muss die Dinge auch richtig tun.“ Man kann also Recruiting machen oder man kann Recruiting so betreiben, wie wir es tun. Nahe an den Menschen, sowohl an unseren Kandidaten als auch den Firmen, die neues Personal suchen. Mit viel Herzblut und Engagement. Wichtig sind mir immer die drei Vs: Verantwortung, Verbindlichkeit und Vertrauen. 


ECHO: Schlagwörter, die sicher jeder Personalmanager gern für sich in Anspruch nimmt. Wie genau leben Sie diese Verantwortung, die Verbindlichkeit und das Vertrauen?

Rehrl: Das Verbindliche ist uns wichtig, wenn ich einem Unternehmen zusage, wir schaffen es die richtige Person für Ihre ausgeschriebene Position zu finden. Mit diesem Versprechen übernehme ich Verantwortung. Ich spreche aber auch immer die Chancen oder Risiken der jeweiligen Personalsuche je nach Position an. Diese Ehrlichkeit ist wichtig für unsere vertrauensvolle Beziehung zu unseren Kunden. Wir nehmen uns Zeit und treffen Menschen auch in diesen Zeiten persönlich, wenn sie das wollen. Natürlich mit dem nötigen Abstand und den richtigen Sicherheitsvorkehrungen. Uns geht es nicht um den kurzfristigen Erfolg, sondern um Nachhaltigkeit. Deshalb betreuen wir unsere Kunden immer auch nach. Wir telefonieren mit den Kandidaten, ob das Onboarding im neuen Unternehmen wie erhofft erfolgreich stattfindet und wir erfragen bei den Unternehmen, wie gut sich die neue Mitarbeiterin oder der neue Mitarbeiter bereits zurechtfindet.  


ECHO: Auf welche Möglichkeiten greifen Sie bei der Personalsuche zu?

Rehrl: Wir arbeiten klassisch mit Inseraten im Print und Online, aber wir setzen auch stark auf die diskrete und direkte Ansprache von möglichen Kandidaten. Wir wollen ihnen keine Jobangebote verkaufen, sondern loten aus, ob ihr Interesse an einer neuen Aufgabe vorhanden ist. Unsere Recruiting-Tools sind immer am Puls der Zeit. Wir haben auch sehr umfangreiche Netzwerke, auf die wir zurückgreifen können. Ganz wichtig finde ich es, bei den ausgeschriebenen Positionen keine Firma zu nennen. Die Kandidaten bewerben sich bei uns für bestimmte Berufe und Aufgabenstellungen. Uns ist wichtig, dass sich die Kandidaten aufgrund des Berufes bewerben, den sie gerne ausüben möchten und nicht in erster Linie deshalb, um für ein namhaftes Unternehmen tätig zu sein. Wir sparen unseren Auftraggebern viel Zeit und filtern in persönlichen Gesprächen mit den Kandidaten heraus, welche Personen die Anforderungen am besten erfüllen könnten. 


ECHO: Wichtig in Ihrer Personalberatung ist auch das Thema Spezialisierungen.

Rehrl: Kandidatinnen und Kandidaten, die eine neue Herausforderung suchen, sind bei uns deshalb so gut aufgehoben, weil sie hier mit ehemaligen Mitarbeitern aus jener Branche sprechen, in der sie selbst tätig sind. Alle meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus der Wirtschaft und vermitteln nun für die Wirtschaft. Sie kommen aus dem Berufsleben zu uns und sind Spezialisten in ihren jeweiligen Branchen. Wenn sie dann mit den Kandidaten Gespräche führen, finden diese auf Augenhöhe statt und sie sprechen die gleiche Sprache. Die Kandidaten spüren, dass unsere Mitarbeiter über ähnliche Erfahrungen verfügen wie sie selbst und auch das schafft wieder Vertrauen.


„Kandidaten und Kandidatinnen, die eine neue Herausforderung suchen, sind bei uns deshalb so gut aufgehoben, weil sie hier mit ehemaligen Mitarbeitern aus jener Branche sprechen, in der sie selbst tätig sind.“ Wolfgang Rehrl, Inhaber und Geschäftsführer, Rehrl + Partner


ECHO: Sie arbeiten seit 20 Jahren im professionellen Recruiting. Was motiviert Sie täglich, Ihre Arbeit gut zu machen? 

Rehrl: Es ist vor allem die Freude an der Arbeit mit Menschen. Man muss sich für die Menschen interessieren, das treibt mich immer wieder an, eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszubilden und zu entwickeln. Die Gespräche mit unseren Kandidaten sind sehr interessant und es ist eine große Herausforderung herauszufinden, wo ihre Talente und Interessen liegen. Und es geht natürlich auch darum, die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden genau zu eruieren. Dementsprechend sind wir ein Sparringpartner, der erklärt, was die zu vermittelnde Position mit sich bringt und was wiederrum der Kandidat mit einbringen sollte. Recruiting ist einer der schönsten Jobs die man sich vorstellen kann. Es ist ja nicht so, dass man ständig die gleichen Gespräche führt. Meine Mitarbeiter und ich, wir wachsen an den Berufen, die wir vermitteln. Ich vergleiche die Berufe gerne mit dem Telefon. Früher musste man dabei eine eigene Taste drücken, weil es nur einen Viertelanschluss gab, dann hatte jeder sein eigenes Festnetz, später kam das Handy, dann kamen die Smartphones und heute trägt jeder einen kleinen Computer mit integrierter Kamera mit sich herum. Ähnlich ist es bei den Berufen. Früher suchte man jemanden für eine EDV-Position. Heute sucht man einen IT-Netzwerkmitarbeiter, einen Linux-Spezialisten oder einen Onlineshop-Manager. Es gibt ständig Veränderungen und bleibt daher immer spannend. 


ECHO: Stellt die aktuelle Coronakrise für Unternehmer einen geeigneten Zeitpunkt dar, die eigene HR-Strategie zu überdenken? 

Rehrl: Da gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Manche befinden sich in einer Art Feuerlöscher-Situation und sie versuchen das Schlimmste abzufangen und die Situation zu beruhigen. Die Krise hat aber auch einige Unternehmen – vom Kleinbetreib bis hin zum Konzern – dazu bewogen, ihr Prozessmanagement anzupassen, neu auszurichten und Optimierungspotenziale zu erkennen. Je früher Unternehmen strategische HR-Planung vornehmen und je früher sie die Suche nach Spezialisten und Schlüsselkräften starten, desto früher werden sie zum Erfolg kommen. Es kommt auch vor, dass große und erfolgreiche Unternehmen ihr Personal-Recruiting so aufstellen, wie wir das tun. Auch sie nehmen Spezialisierungen vor und haben zum Teil auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von uns rekrutiert. Das sehe ich auch als schönes Kompliment, denn es zeigt, wie sehr man die Qualität unserer Mitarbeiter am Markt schätzt.


ECHO: Gelingt es Ihnen, neues Personal zu finden und gut aufgestellt zu sein?

Rehrl: Das gehört zu meinem Job dazu. Wir entwickeln permanent Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bilden sie aus. Der Zeitgeist spricht dafür, dass Mitarbeiter selten über 20 Jahre im Recruiting bleiben. Natürlich muss man sich bewusst darüber sein, dass Personalberatungsunternehmen oft ein Sprungbrett für spannende Positionen in größeren Unternehmen sind. Eine gewisse Fluktuation wird es immer geben. Das bietet für uns wieder Chancen und Herausforderungen.


Interview: Christian Granbacher


 

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