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Politik 14/06/2021
„2023 soll der Bau bis Mirabell beginnen“

Interview. Verkehrslandesrat Stefan Schnöll über den S-LINK, die generelle Verkehrssituation in Salzburg und wie man hart gegen Raser vorgehen will.


Regionalstadtbahn, Stadtregionalbahn, Lokalbahnverlängerung ... Die Liste der bisherigen Projektnamen ist ebenso lang wie die öffentliche Diskussion selbst. Die Agentur movea marketing aus Salzburg entschied eine europaweite Ausschreibung für sich und betreut in Sachen PR und Kommunikation Salzburgs größtes Infrastrukturprojekt. Als Erstes wurde ein neuer Name gefunden. Der S-LINK verbindet Stadt, Land und Region. Er steht für eine moderne Schnellbahnverbindung im Sinne der Umwelt. ECHO sprach mit Verkehrslandesrat Stefan Schnöll über die langfristigen Zielsetzungen.


ECHO: Welche neuen Entwicklungen gibt es beim S-LINK?

Stefan Schnöll: Das Team der Projektgesellschaft des S-LINK arbeitet mit Hochdruck an der Einreichplanung bis zum Mirabellplatz. Die geologischen Untersuchungen sind nun abgeschlossen. Diese Probebohrungen und Analysen wurden unter anderem von der Salzburger Firma Geoconsult durchgeführt und die Ergebnisse stimmen optimistisch. Es wurden bereits Schienenprojekte mit einem wesentlich schwierigeren Untergrund realisiert. Wir haben ambitionierte Pläne und im Jahr 2023 soll bereits der Bau bis Mirabell beginnen. Bis dahin soll auch der weitere Trassenverlauf bis nach Hallein feststehen.


ECHO: Sie haben gemeint, je weiter und je länger die Strecke ist, desto effektiver ist das System. Welches Netz schwebt Ihnen langfristig konkret vor?

Schnöll: Unser Zugang ist hier klar. Wir sehen den S-LINK als Gesamtprojekt bis nach Hallein, um die bestmögliche Wirkung zu erreichen. Daneben werden gerade auch die Verknüpfungen Stiegl- und Messebahn geprüft. Eine durchgängige Schieneninfrastruktur vom Norden bis in den Süden des Zentralraums Salzburg wird angesichts des steigenden Verkehrsaufkommens und des begrenzten Platzes immer wichtiger und bringt eine starke Entlastung auf den Straßen mit sich.


„Wir sagen damit der extremen Raserei den Kampf an.“

Stefan Schnöll, Verkehrslandesrat in Salzburg


ECHO: Welche Maßnahmen außer dem S-LINK können noch dazu beitragen, die Verkehrssituation sowohl in der Stadt als auch im Bundesland Salzburg zu verbessern?

Schnöll: Neben dem Ausbau der Schieneninfrastruktur arbeiten wir laufend an Taktverbesserungen sowohl im Schienen- als auch im Busverkehr in allen Regionen. Mit der Preisreduzierung der Jahreskarten von über 1.500 auf 595 Euro und der Einführung von Regionentickets um 365 Euro ist schon ein wichtiger Meilenstein gelungen, um den Umstieg preislich attraktiver zu gestalten. Ein ganz wichtiger Punkt ist aber auch die Erreichbarkeit des öffentlichen Verkehrs, denn wir wissen vor allem im ländlichen Raum, dass für die letzte Meile viele auf das Auto angewiesen sind. Hier investieren wir massiv in den Ausbau von Park&Ride-Plätzen und in Lösungen für die letzten Meter. Außerdem unterstützen wir Betriebe mit einer österreichweit einzigartigen Förderung, den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, um ebenfalls für eine Entlastung auf unseren Landesstraßen zu sorgen. Daneben gibt es noch viele weitere regionale Maßnahmen in Abstimmung mit den Gemeinden, um örtlich eine Verbesserung der Verkehrssituation zu erreichen.


ECHO: Sie wollen auch verschärft gegen Raser vorgehen?

Schnöll: Noch vor dem Sommer sollen im Parlament höhere Strafen für extreme Raser auf Bundesebene gesetzlich umgesetzt werden. Wir werden in Salzburg den Strafrahmen für massive Geschwindigkeitsüberschreitungen dann deutlich erhöhen können. Uns geht es dabei aber nicht um diejenigen, die ein paar km/h zu schnell unterwegs sind, sondern um wirkliche und rücksichtslose Raser. Ein Beispiel: Wenn man bisher über 40 km/h im Ortsgebiet zu schnell unterwegs war, so war eine Strafe von 500 Euro fällig. Ab 1. Juli soll eine Überschreitung in diesem Ausmaß mit einer Geldstrafe von 1.600 Euro geahndet werden. Das ist eine Verdreifachung der Strafhöhe und bei Wiederholungstätern kann es noch weiter raufgehen. In extremen Fällen und bei besonders rücksichtslosen Rasern soll sogar das Auto abgenommen werden können. Das Ministerium prüft hier gerade eine mögliche gesetzliche Umsetzung. Wir sagen damit der extremen Raserei den Kampf an und werden mit weiteren Schwerpunktkontrollen hart gegen diese Gruppe vorgehen. 


INTERVIEW: Christian Granbacher

 

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