Leo Rammerstorfer bringt Österreich zurück in die Moto3-WM. Ein  Meilenstein für den jungen Oberösterreicher und ein starkes Signal für den heimischen Motorsport

Es ist der nächste Schritt im internationalen Spitzenzirkus des Motorsports und die Krönung  seiner bisherigen Karriere:  „Wir haben die letzten 5 Jahre hart gearbeitet“, so Rammerstorfer,  „mit dem Start in der Weltmeisterschaft  ist für mich jetzt ein großer Traum in Erfüllung gegangen.“

Seine Leidenschaft für den Motorsport hat Leo schon als kleines Kind entdeckt:  „Die ersten Runden habe ich damals mit drei Jahren im Hühnerstall meiner Oma gedreht“, erzählt der Motorsportler aus Feldkirchen/Donau. „Mit 14 habe ich mein erstes richtiges Motorrad bekommen,  ein Jahr später  bin ich den Austrian Junior Cup gefahren; über den KTM Junior Cup und den Red Bull Rookies Cup führte der Weg dann Schritt für Schritt in Richtung Profisport.“

Und hier ist er jetzt mit 21 erfolgreich angekommen. Leo Rammerstorfer steht als Stammfahrer für das Team Sic58 Squadra Corse   auf der weltgrößten Bühne des Motorradrennsports:  „Besonders stolz macht mich dabei, dass ich 2026 der einzige deutschsprachige Rennfahrer in der gesamten MotoGP-Serie bin“, so Rammerstorfer. „Diese Rolle ist für mich Ehre und Verantwortung zugleich. Ich möchte nicht nur sportlich überzeugen, sondern auch als Botschafter für den Motorsport im deutschsprachigen Raum auftreten – mit Leidenschaft, Professionalität und Bodenständigkeit.“

Starker Einstand, erste Rückschläge

Mit dem Grand Prix von Thailand hat für den jungen Oberösterreicher ein neues Kapitel  seiner Profikarriere  begonnen. „Ich konnte das Rennen richtig genießen  und auch zeigen, was ich drauf habe“, resümiert Rammerstorfer sein WM Debüt. Mit Rang  16  hat er auch nur haarscharf seinen ersten WM Punkt verpasst.

Weniger glücklich verlief es beim  GP in Brasilien – ein Abflug ins Kiesbett hat das   Rennen für ihn vorzeitig enden lassen. Doch Rückschläge gehören im Motorsport dazu: „Entscheidend ist immer wie man damit umgeht,   denn am Ende zählen nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Rennintelligenz, Konstanz und mentale Stärke“, ist sich  das junge Nachwuchstalent sehr bewusst.  „Mein Ziel für 2026 ist klar: mich schnell im WM-Umfeld zu etablieren, konstant Leistung zu zeigen, Erfahrungen zu sammeln und Schritt für Schritt das volle Potenzial auszuschöpfen.“

  „Ich habe die letzten Jahre hart für diesen Traum gearbeitet“

Neben Talent und harter Arbeit ist es vor allem auch das Umfeld, das diesen Aufstieg möglich gemacht hat.  „Jede einzelne Unterstützung – sei es finanziell, organisatorisch oder moralisch – trägt entscheidend dazu bei, dass ich meine Ziele verfolgen, mich weiterentwickeln und mich neuen Herausforderungen stellen kann“, so der Oberösterreicher.

Zu seinen Unterstützern zählen  Familie, Freunde, Trainer, Teams – und nicht zuletzt starke Partner aus der Wirtschaft. Einer davon ist Karl Sailer, Geschäftsführer der Karl Sailer GmbH & Co KG in Pöndorf. Das Traditionsunternehmen steht für Landschaftsbau und Gartenarchitektur und engagiert sich schon seit Jahren in der Förderung junger Motorsport-Talente.

Karl Sailer  selbst ist passionierter Hobbyrennfahrer und  unterstützt  daher mit besonderem Engagement und viel Herzblut junge Nachwuchstalente auf ihrem Weg nach oben. „Motorsport ist eine meiner großen Leidenschaften. Jetzt zu sehen, dass mit Leo auch wieder ein Österreicher im  internationalen Starterfeld einer Weltmeisterschaft vertreten ist,  ist für mich das Allerschönste.“


Gerlinde TSCHEPLAK