Schule – Lehre – Karriere. Mit einem zukunftsweisenden  Ausbildungsmodell schlägt der Skiklub Schlotterer Hallein ein neues Kapitel auf. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Bildung bietet der Skiklub jungen Athletinnen und Athleten künftig einen Weg, der Spitzensport und berufliche Zukunft miteinander verbindet.

„Der Weg in den Profisport wird immer anspruchsvoller. Trainingsaufwand, Materialkosten und Leistungsdruck steigen seit Jahren. Gleichzeitig geraten traditionelle Skischwerpunktschulen, ihre Ressourcen betreffend,  immer mehr an die Grenzen“, so der Projektleiter und ehemalige ATOMIC Nachwuchs-Chef (AT/DE) Ralph Spraiter. „Deshalb haben wir  – unabhängig vom Landesverband – ein neues Modell entwickelt: mit flexibleren Trainings- und Rennstrukturen, kleineren Gruppen und einer deutlich intensiveren Betreuung.“

Im alpinen Skisport zeichnet sich ein struktureller Wandel ab. Traditionelle, starre Verbandsstrukturen im Nachwuchsbereich verlieren immer mehr an Wirkkraft, während sich der Sport verstärkt in Richtung kleiner, professionell organisierter Werkteams entwickelt. Mit dem neuen  Konzept der Spezialgruppe  versteht sich der Skiklub Hallein bewusst auch als Vorreiter eines nachhaltigen Leistungsmodells im Skirennsport.

Der Tennengauer Ski- und Rennschulleiter Ralph Spraiter,  koordiniert das gesamte Projekt, fungiert als Schnittstelle zwischen Eltern, Schule, Ausbildungsbetrieben und Sponsoren und ist Headcoach des fünfköpfigen Trainerteam. Skiklub-Obmann Walter Alber ist das Herzstück der operativen Ausbildung und als Organisationsleiter verantwortlich für Planung und Koordination des täglichen Trainings. Über  ein Jahr lang liefen die Vorbereitungen gemeinsam mit Bildungseinrichtungen und SSM, Wirtschaftskammer und weiteren Partnern.

„Gerade weil der Skirennsport immer elitärer wird, war uns vor allem auch wichtig, dass das Angebot trotz professioneller Strukturen leistbar bleibt“, so Spraiter. „Die Kosten für die Familien liegen bei rund 100 Euro monatlich. Umgerechnet auf die Trainings sind das nicht einmal 1,50 Euro pro Einheit – möglich wird das dank der Unterstützung unserer Sponsoren und Partner.“

In Kooperation mit dem SSM haben die Nachwuchsathletinnen und  -athleten ab dem kommenden Schuljahr die Möglichkeit, wahlweise eine vierjährige Handelsschule zu absolvieren oder nach dem  9. Schuljahr am SSM eine Lehre zu beginnen. Dabei spielt auch Hauptsponsor PALFINGER eine zentrale Rolle. Das Salzburger Technologieunternehmen bietet eine Vielzahl an Lehrberufen und gilt seit Jahren als Vorzeigebetrieb in der Lehrlingsausbildung. Projektleiter Ralph Spraiter sieht darin zukünftig eine Partnerschaft mit langfristigem Potenzial.

Walter Alber und Ralph Spraiter starten neues Projekt um heimischen Ski-Nachwuchs ganz nach oben zu bringen

Im Herbst startet die  Spezialgruppe mit acht Athletinnen und Athleten, die aus der bestehenden PALFINGER-Leistungsgruppe hervorgegangen sind.  Die U-15 Leistungsgruppe des Skiklubs Hallein, die jeweils um die  rund 20 Kinder umfasst, bleibt zugleich weiterhin der zentrale Nachwuchspool des Vereins. Für den Skiklub Hallein ist das Projekt nicht zuletzt die konsequente Weiterentwicklung eines über Jahre gewachsenen und etablierten Systems in der Nachwuchsarbeit. Vom ersten Skikurs über Skischule und Skiklub bis hin zur Leistungs- und Spezialgruppe entsteht damit erstmals eine durchgängige regionale Ausbildungsstruktur, die jungen Talenten aus Salzburg den Weg an die Spitze des internationalen Skisports ebnen soll.